Individuelle und kollektive Traumata – wie gehen Aktivist*innen der Zivilgesellschaft damit um?

Zu Besuch beim Bürgermeister von Dersim

Auf den verschiedenen Stationen unserer diesjährigen Reise und den Besuchen bei Gruppen der aktiven Zivilgesellschaft trafen wir immer wieder auf Menschen, die an den Folgen der seit vielen Jahren bestehenden Gewalt und Repression leiden. Nun waren wir zwei Jahre nicht hier und erleben eine deutliche Vertiefung der traumatischen Wunden, besonders bei den Aktiven. Weiterlesen

Gäste aus Diyarbakir in Deutschland

Gäste und Gastgeber*innen in Braunschweig, Christa Blum und dem Moderator Ercan Carikci nach der Veranstaltung.

Seit dem 10. Oktober 2021 sind wir mit fünf Gästen aus Diyarbakir unterwegs, um uns besser kennenzulernen, uns über unsere Arbeit auszutauschen und Wege zu finden, uns besser zu vernetzen und auch zwischen den Reisen zu unterstützen.

Drei unserer Gäste arbeiten im Rehabilitationszentrum der türkischen Menschenrechtsstiftung TIHV in Diyarbakir, mit Menschen, die aus dem Gefängnis entlassen worden und oft auch gefoltert worden sind. Elif, die junge Ärztin, ist gleichzeitig Vorsitzende der Ärztekammer Diyarbakir. Mustafa ist Sozialarbeiter und Isak klinischer Psychologe. Alle drei sind nach dem Putschversuch 2016 im Rahmen der Notstandsgesetze (KHK) aus dem öffentlichen Dienst entlassen worden. Rengin ist als Anwältin selbständig und kann nicht so leicht von der Regierung entlassen werden. Sie arbeitet mit Flüchtlingen in Batman und gehört zur Vereinigung der Anwälte für Freiheit, die politische Gefangene vertreten. Serra, die Dolmetscherin, hatte in der Stadtverwaltung viele Jahre mit Kindern gearbeitet, bis sie im Rahmen der Zwangsverwaltung ihre Stelle verlor.

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Trauma, Gesundheit und Globale Ungleichheiten

IPPNW Global Health Summer School 2020 in Berlin, Foto: IPPNW

Welchen Einfluss haben europäische und deutsche Asylpolitik, der Klimawandel und unterschiedliche Formen von Gewalt auf Individuen und Gesellschaften? Inwiefern können wir diese Erfahrungen unter dem vielschichtigen Konzept „Trauma“ begreifen? Und welche Wege gibt es, sensibel zu agieren, um Betroffene auf ihrem Weg zu unterstützen?
Diese Fragestellungen begleiteten mich während meiner Teilnahme an der diesjährigen Global Health Summer School. Sechs Tage lang, vom 26. Juli bis 01. August 2020, konnte ich miterleben, wie ein interdisziplinärer Lernraum entstand, der Auseinandersetzungen mit diversen Perspektiven und Positionen förderte. Wir lernten, den Status Quo zu verstehen, das eigene Handeln zu reflektieren und angemessene Strategien zu entwickeln, um ungleiche Machtverhältnisse und Systeme der Unterdrückung auf allen Ebenen zu destabilisieren. Weiterlesen

Beyond Trauma – Political Violence, Refugees, Empowerment and Health

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Participant Voices from Everlyne Achieng (Kenya) and Jihad Suliman (Syria).

Everlyne Achieng: I am very grateful that I was enabled to attend this year’s Global Health Summer School. I must say it was an eye-opening experience for me, an opportunity to learn, interact and network. On behalf of the Summer School participants, I would like to sincerely thank IPPNW Germany and the Organizing Committee of the 2016 Summer School for a job well done. Congratulations! Weiterlesen