Aufbruch in die Südost-Türkei

Der Arbeitskreis Menschenrechte Türkei beginnt die Delegationsreise und protestiert gegen die Einreisesperre von Dr. Gisela Penteker

Seit Samstag, dem 9. März 2024 sind wir wieder als Delegation des Arbeitskreises Menschenrechte Türkei der IPPNW in der Türkei und in Nordkurdistan unterwegs. Wir bereisen dieses Jahr Istanbul, Van, Diyarbakır (kurdisch: Amed), Adıyaman und Ankara und kommen in Kontakt mit der “Zivilgesellschaft”, also Frauenvereinen, Parteien, Gewerkschaften, demokratischen Plattformen, Umweltvereinen, Menschenrechtsstiftungen, Geflüchtetenorganisationen, Anwalts- und natürlich Ärztekammern. Weiterlesen

„An Gesundheit und Freiheit darf man nicht sparen!“

Die Ärztekammer in Diyarbakir

Unser Gespräch mit der Ärztekammer Diyarbakir am 24.03.2021

Wiedersehensfreude

Unsere Dolmetscherin Serra leistet Großartiges, Wiedersehensfreude und Austausch einer recht großen Gruppe online zu übersetzen und mit Gisela zu leiten. Groß ist unsere Freude, Mahmut Ortakaya, den Ehrenvorsitzenden der Kammer live zu erleben. Trotz seines hohen Alters hat er uns viele Jahre in der Kammer persönlich begrüßt. Das wolle er sich auch heute nicht nehmen lassen, wir seien „immer bei ihm, neben ihm“ und auch die jungen Kolleg*innen Elif Turan und Cengiz Günay, die er wegen der Pandemie lange nicht gesehen hat, begrüßt er herzlich. Dann verabschiedet er sich. Im nächsten Jahr möchte er wieder ein Gruppenfoto mit uns unter seinem Leitmotto „An Gesundheit und Freiheit darf man nicht sparen“ in der Ärztekammer machen. Hoffentlich. Inschallah. Weiterlesen

Besuch bei der Ärztekammer von Diyarbakir

Besuch in der Ärztekammer von Diyarbakir. Foto: IPPNW

Mahmut Ortakaya ist gekommen, obwohl er sicherlich zur Corona-Risikogruppe gehört. Wir sitzen zu fünft im vertrauten Raum unter seinem Spruch: “An Gesundheit und Freiheit darf man nicht sparen”. Er verrät uns den 2. Teil: “Wenn man an der Gesundheit spart, führt es zum Tod, wenn man die Freiheit einschränkt, führt es in Gefangenschaft”.

Ich frage nach NÜSED, der türkischen IPPNW-Sektion. Herr Ortakaya winkt ab, obwohl er ein Gründungsmitglied ist. Seit die Mitglieder aus Ankara ihre kurdischen Kollegen als Separatisten angezeigt haben und auch die Bemühungen der internationalen IPPNW keine Lösung herbeiführen konnten, haben sie die Beziehungen abgebrochen. NÜSED sei ein bürokratischer Verein alter Leute, die keine Wirkung in die Gesellschaft hinein entfalten können, weil sie sich nicht klar gegen den Krieg aussprechen würden. Weiterlesen