Klappt die Energiewende?

„Frieden in der einen Welt – Eine-Welt-Tage und Friedenswoche Nürtingen“
rechts: Dr. Eva Stegen, Energiereferentin der Elektrizitätswerke Schönau; links: Dr. Gabriele Fitzner von der Nürtinger IPPNW-Gruppe. Foto: IPPNW

Diese Frage könnte auch lauten: Brauchen wir Atomkraftwerke (AKW)? Oder noch pragmatischer zugespitzt: Hielten und halten die Atomkraftwerke, was sie versprachen und weiter versprechen? Oder zeigt sich nicht immer klarer, dass die „Erneuerbaren“ billiger und viel schneller verfügbar sind als erwartet. Weiterlesen

Trinationale Menschenkette Aachen-Tihange-Doel

Aachener Gruppe mit IPPNW-Mitgliedern, die sich an der Menschenkette von Aachen nach Tihange beteiligt hat, Foto: IPPNW

Streckenabschnitt Engis, Belgien
Bericht von Odette Klepper

Am 25. Juni 2017 zeigten 50.000 Menschen auf 90 Kilometern ihren Widerstand gegen Atomkraft und für das Ziel der erneuerbare Energien in den drei Ländern Belgien, Niederlande und Deutschland. Familien mit Kindern und Enkelkindern, AtomkraftgegenerInnen bunt in der Ausstattung mit Fahnen, Trommeln und Musik aus drei europäischen Ländern protestierten gegen die tödliche Atomkraft und für den sofortigen Atomausstieg, der europaweit durchgesetzt werden muss. Weiterlesen

Sechs Fragen an Ursula Sladeck

Ursula Sladeck gründete die Elektrizitätswerke Schönau.

Ursula Sladeck gründete die Elektrizitätswerke Schönau.

Frau Sladek, Sie und Ihr Mann Michael Sladek haben 1994 die Elektrizitätswerke Schönau gegründet und wurden in der Presse als „Stromrebellen“ bezeichnet. Sehen Sie sich selbst auch als Rebellin?

Die Bezeichnung Stromrebellen wurde uns – ich sage mal liebevoll – von den Medien verliehen. Mit Rebell wird im Deutschen im Allgemeinen jemand bezeichnet, der sich gegen die Obrigkeit auflehnt, nicht einfach alles hinnehmen will, sich gegen Ungerechtes und Unsinniges wehrt. Ja, in diesem Sinne sehen wir uns gern als Rebellen und handeln danach – dafür gibt es Beispiele in unserer Historie aber auch in der Gegenwart. Die Übernahme des Stromnetzes und der Stromversorgung in Schönau war nur mit diesem „rebellischen Geist“ möglich, sieben Jahre Kampf und zwei Bürgerentscheide hat es gebraucht, bis die Schönauer Bürger sich gegen die Übermacht des großen Energieversorgers und die lokalen Widerstände durchsetzen konnten. Weiterlesen

Ein bewegender Auftakt

Die IPPNW-Ärztedelegation der deutschen Sektion mit den Gastgeschenken

Unsere IPPNW-Ärztedelegation in Hiroshima mit den Gastgeschenken für die japanische Sektion: eine echte Schwarzwälder Kuckucksuhr und 2 Roll-Ups, die die Aktivitäten der Regionalgruppen in ganz Deutschland zeigen

Mit einer bewegenden Veranstaltung haben etwa 500 Ärzte aus aller Welt den 20. IPPNW-Weltkongress in Hiroshima eröffnet. Zwei Atombombenüberlebende erzählten zu Beginn über ihre traumatisierenden Erinnerungen an den 8. August 1945. Lange Zeit habe er nicht über seine Erlebnisse sprechen können, erzählte der heute 75-jährige Nobumasa Kimura. Er war 8 Jahre alt, als Hiroshima dem Erdboden gleichgemacht wurde. Er verlor mehrere Familienangehörige. Als Arzt hat er sich mit den Krankheiten der Atombombenopfer beschäftigt. Und auch er selbst erkrankte schwer aufgrund der Folgen der Strahlung. „Die friedliche Nutzung der Atomenergie kann eine ebenso schreckliche Katastrophe verursachen. Wir müssen die Gefahren radioaktiver Strahlung überdenken“, sagte er zum Abschluss seiner Rede und sprach damit den deutschen IPPNW-Ärzten aus dem Herzen. Weiterlesen