In der Pandemie brauchen wir körperliche Distanz und soziale Solidarität

Istanbul 2014. Foto: photolupi / CC BY-SA 2.0

Istanbul 2014. Foto: photolupi / CC BY-SA 2.0

Gespräch mit Dr. Metin Bakkalci, dem Vorsitzenden der Menschenrechtsstiftung TIHV in Ankara und Osman Isci vom Menschenrechtsverein IHD am 21.4.2021

Zu Beginn erinnert Dr. Bakkalci an unsere langjährigen Kontakte, besonders auch an die professionelle Unterstützung von Nesmil Ghassemlou, die Schulungen und Supervision für die Mitarbeiter*innen der Stiftung durchgeführt hat, solange das möglich war.

Er bedankt sich für unseren Einsatz für Dr. Serdar Küni, den Kollegen aus Cizre, den wir mit Briefen an das Berufungsgericht in Gaziantep unterstützt haben. Sein Fall ist inzwischen an das Kassationsgericht (die letzte Instanz) verwiesen worden. Sie planen gerade, wie weitere Unterstützung aussehen könnte und werden uns gegebenenfalls informieren. Wir bitten ihn, uns auch über Verfahren anderer Kolleg*innen zu informieren, falls wir sie unterstützen können. Der Ausgang der Verfahren sei nicht vorhersehbar So sei heute Serkan, ein Sozialarbeiter der Stiftung in Diyarbakir, der vor einem Jahr verhaftet worden war, freigesprochen worden. Weiterlesen

Sie vergessen uns nicht – und das alleine zählt

Die Wohnsiedlung mit Park in Diyarbakir. Foto: IPPNW

Ich bin seit Mittwochabend wieder in Deutschland. Der Rückflug ließ sich bei Turkish Airline problemlos umbuchen, obwohl es zunächst hieß, dass eine Ausreise frühestens am 17. April wieder möglich sein würde. Am Flughafen in Hamburg gab es außer der normalen Passkontrolle keinerlei Befragungen oder Temperaturmessungen.

Ein paar Schlaglichter zum Schluss:
Corona war kein Thema, bis Präsident Erdogan aus Brüssel zurückkam und erste Krankheitsfälle bekannt wurden. Danach stiegen Angst, Panik, Verschwörungstheorien und Hamsterkäufe sprunghaft an und es gab nur noch dieses eine Thema. Die Menschen haben kein Vertrauen in die Maßnahmen der Regierung. Die besondere Bedrohung der Armen, der Flüchtlinge in den Camps und der Menschen im Kriegsgebiet wurde nur in der Ärztekammer thematisiert und auch die Situation der Gefangenen in den überfüllten Gefängnissen. Weiterlesen

Fortunas Tochter – Europa in der Krise. Auszüge aus der grünen Zukunftswerkstatt Europa

Foto: Niccolo Caranti, "Europe", (CC BY-NC 2.0)

Foto: Niccolo Caranti, „Europe“, (CC BY-NC 2.0)

Über die Zukunft Europas und das Fortbestehen der EU diskutierten am 4. März 2016 in Berlin Abgeordnete des Bundestags und der Europäischen Parlaments, ExpertInnen, Studierende und interessierte BürgerInnen. Nach dem aufdringlichen Security-Check begrüßte uns ein in den Farben der Grünen-Fraktion gehaltenes Foyer mit einem kleinen Frühstück aus Croissants und Club Mate. Besonders auffällig war die hohe Presse-Präsenz. Im Zentrum der Konferenz stand verschiedene relevante Aspekte zur Europapolitik; sowohl wirtschaftliche wie politische, also auch ideelle Fragen sowie Fragen der Außen- und Sicherheitspolitik. Visionär und mit einer nicht geringen Portion Pathos stellte Anton Hofreiter in seiner Eröffnungsrede seine Thesen zur Zukunft Europas dar: Mut zu Veränderung, Ja zu Europa! Weiterlesen

„Nein zum Krieg!“: Eindrücke von der Friedensdemo am 10. Mai in Berlin

Friedensdemonstration, 10.Mai in Berlin; Photo: Anastasia Tomskikh (IPPNW)

Friedensdemonstration am 10.Mai 2015 in Berlin, Foto: Anastasia Tomskikh/IPPNW

Der kalte Wind an diesem Sonntagmorgen war sehr untypisch für den Mai, aber er konnte die Motivation der Menschen nicht verringern, für den Frieden auf die Straße zu gehen. Der 70. Jahrestag vom Ende des Zweiten Weltkrieges war Anlass für die zahlreichen Aktivitäten rund um den 8. Mai in Berlin, die mit dieser Demonstration „Nein zum Krieg und Faschismus. Für eine Politik der Verständigung und friedliche Konfliktlösung“ endeten. Hunderte von Menschen haben sich versammelt und sind durch die Mitte Berlins gezogen, um den Tag der Befreiung zu feiern und der Opfer zu gedenken.

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